Mexiko     

  

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Einführung
Mexiko (amtlich Estados Unidos Mexicanos, Vereinigte Mexikanische Staaten), föderalistische Republik in Mittelamerika, die im Norden an die Vereinigten Staaten, im Osten an die Vereinigten Staaten, den Golf von Mexiko und das Karibische Meer, im Süden an Belize und Guatemala sowie im Westen an den Pazifik grenzt. Das föderalistische Hoheitsgebiet erstreckt sich über Mexiko selbst hinaus auch auf eine Reihe von Inseln vor der Küste. Das Land hat eine Fläche von 1 964 382 Quadratkilometern. Die Hauptstadt ist Mexiko-Stadt.

Land
Der größte Teil Mexikos besteht aus einem riesigen Hochlandblock, der an den Seiten von Randgebirgen umsäumt ist, die im Osten und Westen steil zu schmalen Küstenebenen hin abfallen. Die beiden Bergketten, Westliche Sierra Madre und Östliche Sierra Madre, treffen sich im Südosten in dem La Junta genannten Gebiet. Dort bilden sie die Südliche Sierra Madre, wo sich viele Vulkane erheben, darunter die höchsten Gipfel von Mexiko (siehe Sierra Madre). Höchster Berg des Landes ist der 5 610 Meter hohe Citlaltépetl. Die Südliche Sierra Madre führt zum Isthmus von Tehuantepec, der zwischen der Bucht von Campeche und dem Golf von Tehuantepec liegt.

Physische Geographie
Das hervorstechendste topographische Merkmal des Landes ist das innere Hochland, eine Fortsetzung der Ebenen im Südwesten der Vereinigten Staaten, das mehr als die Hälfte der Gesamtfläche Mexikos umfasst. Das Hochland fällt von Westen nach Osten und vom Süden her ab. Im Süden liegt die Höhe zwischen 1 830 und 2 440 Meter und im Norden bei ungefähr 1 070 bis 1 220 Meter über dem Meerespiegel. Zwei große Täler bilden deutlich erkennbare Becken im Hochland: der Bolsón de Mapimí im Norden und das Tal von Mexiko oder Anáhuac im inneren Mexiko.

Im Allgemeinen liegen die Küstenebenen tief und sind flach und sandig. An der Pazifikküste sind sie aber an einigen Stellen von Gebirgsvorsprüngen durchbrochen. Die Baja California, eine lange, schmale Halbinsel, die sich vom äußersten Nordwesten des Landes aus 1 225 Kilometer weit nach Süden erstreckt, wird von Bergen durchzogen, die die Fortsetzung des Küstengebirges im Bundesstaat Kalifornien in den USA sind. Die Halbinsel Yucatán bildet die Südspitze des Landes.

Flüsse und Seen
In Mexiko gibt es nur wenige große Flüsse. Die meisten davon sind nicht schiffbar. Der längste Fluss ist der Rio Grande (in Mexiko heißt er Río Bravo del Norte), der entlang der Grenze zu den Vereinigten Staaten verläuft. Weitere wichtige Flüsse sind Balsas Pánuco, Grijalva und Usumacinta im Süden und Conchos im Norden. Mexiko verfügt nur über wenige gute Häfen. Tampico, Veracruz Llave und Coatzacoalcos (Puerto México) sind die größten Häfen am Golf von Mexiko. Zu den Häfen am Pazifik gehören Acapulco de Juárez, Manzanillo, Mazatlán und Salina Cruz. Der Chapalasee im Westen ist das größte Binnengewässer. Im Tal von Mexiko liegen mehrere Seen mit geringer Tiefe.

Klima
Der Wendekreis des Krebses teilt Mexiko in zwei Teile. Die südliche Landeshälfte gehört daher zur subtropischen Zone. Das Klima ist je nach Höhenlage unterschiedlich. Zur Tierra caliente (heißes Land) gehören die tief liegenden Küstenebenen, die von Meereshöhe bis auf etwa 915 Meter reichen. Das Klima ist extrem feucht mit Temperaturunterschieden von 15,6 bis 48,9 °C. Die Tierra templada (gemäßigtes Land) reicht von etwa 914 bis 1 830 Meter Höhe mit Durchschnittstemperaturen von 16,7 bis 21,1 °C. Die Tierra fría (kaltes Land) umfasst Höhenlagen von etwa 1 830 bis 2 745 Metern. Die Durchschnittstemperaturen reichen von 15 bis 17,2 °C. Die Durchschnittstemperatur in Mexiko-Stadt beträgt im Januar 12,6 °C und im Juli 16,1 °C. In den gleichen Monaten liegt die Durchschnittstemperatur in Monterrey bei 14,4 bzw. 27,2 °C.

Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober. Obwohl einige Gebiete im Süden Mexikos jährliche Niederschlagsmengen zwischen 990 und 3 000 Millimeter aufweisen, erhalten die meisten Teile des Landes keinen ausreichenden Niederschlag. Durchschnittlich fallen in der Tierra templada jährlich weniger als 635 Millimeter Niederschlag, in der Tierra fría etwa 460 Millimeter und im Norden ungefähr 254 Millimeter. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt in Mexiko-Stadt durchschnittlich bei 747 Millimetern und in Monterrey bei 588 Millimetern.

Flora und Fauna
Wegen des breiten Temperaturbereichs ist die Pflanzenwelt in Mexiko äußerst vielseitig. Vorherrschende Vegetationsformen sind Steppen, Dornstrauch- und Sukkulentenvegetation, an feuchten Berghängen im Süden gedeiht tropischer Regenwald. Im Norden gibt es Kakteen, Palmlilien, Agaven und Mesquiten. Die Tierra caliente ist dicht bewachsen mit einer großen Vielfalt von Pflanzen. Zu den Bäumen dieser Zone gehören wertvolle Harthölzer, aber auch Kokospalmen, Gummibäume sowie Mandel-, Feigen- und Olivenbäume. An den Berghängen wachsen Eichen, Kiefern und Tannen. In den höchstgelegenen Klimazonen Mexikos findet sich arktische Vegetation.

Auch in Bezug auf die Tierwelt unterscheiden sich die Klimazonen. Im Norden findet man Wölfe und Kojoten. In den Wäldern an den Berghängen leben Ozelote, Jaguare, Pumas, Nasenbären, Pekaris und Affen. An den Küsten sind Robben anzutreffen. Zu den vielen verschiedenen Reptilien gehören Schildkröten, Schlangen (u. a. Klapperschlangen) sowie Leguane und andere Echsen. Es gibt große Bestände an Vögeln, darunter viele Seevögel. Die Küstengewässer sind sehr fischreich.

Bevölkerung
Die mexikanische Bevölkerung setzt sich aus drei Hauptgruppen zusammen: den Bevölkerungsanteil spanischer Herkunft, den Nachfahren der vorkolonialen Bevölkerung und der Gruppe mit sowohl spanischen als auch indianischen Vorfahren, den Mestizos. Die Mestizen sind mit einem Bevölkerungsanteil von 55 Prozent die bei weitem größte Gruppe. Der Anteil der indianischen Bevölkerung beträgt etwa 30 Prozent. Weiße machen ungefähr 15 Prozent aus.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 102 Millionen (2000). Die Bevölkerungsdichte liegt ungefähr bei 52 Einwohnern pro Quadratkilometer. Circa 74 Prozent der Mexikaner leben in Städten (1998).

"District of Columbia," Microsoft® Encarta® Online Encyclopedia 2001
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